Hauptseminar (mit Anika Lutz)

  • Wöchentlich mon­tags von 16 c.t.-18 Uhr (ab dem 23.4.2012) in der Burse, Raum X

Wahrnehmungs­the­o­rien der Emo­tio­nen (Emo­tio­nen sind Wahrnehmungen bzw. Emo­tio­nen sind ana­log zu Wahrnehmungen) sind in der mod­er­nen Emo­tion­s­the­o­rie weit ver­bre­it­et. Danach teilen Emo­tio­nen und Wahrnehmungen wichtige Aspek­te: Bei­de sind welt­gerichtet bzw. inten­tion­al und spie­len eine ähn­liche epis­temis­che Rolle. Zugle­ich sind Emo­tio­nen und Wahrnehmungen wesentlich Erleb­nisse und haben einen spez­i­fis­chen phänom­e­nalen Charak­ter. Trotz viel­er Gemein­samkeit­en gibt es aber auch ganz offen­sichtliche Unter­schiede zwis­chen Emo­tio­nen und Wahrnehmungen: Während wir beispiel­sweise durch Wahrnehmungen deskrip­tive Eigen­schaften der Welt erfassen, erfassen wir durch Emo­tio­nen hinge­gen eval­u­a­tive Eigen­schaften. Wahrnehmungs­the­o­rien der Emo­tio­nen ste­hen auf­grund der diversen Dif­feren­zen zwis­chen Emo­tio­nen und Wahrnehmungen nicht sel­ten in der Kri­tik. Im Rah­men des Sem­i­nars sollen ver­schiedene Spielarten von Wahrnehmungs­the­o­rien der Emo­tio­nen und die Kri­tik an ihnen disku­tiert wer­den und so geprüft wer­den, ob es Sinn macht, Emo­tio­nen als bzw. ana­log zu Wahrnehmungen zu ver­ste­hen. Außer­dem sollen die Imp­lika­tio­nen von Wahrnehmungs­the­o­rien der Emo­tio­nen zum Beispiel für die The­o­rie der Werte aus­gelotet wer­den.