30. September 2014. Leitung: Sabine Döring. Vorträge von Thomas Grundmann, Thomas Sattig und Hanno Sauer. Thema des Kolloquiums: Debunking-Argumente folgen der ‘du glaubst das doch nur, weil…’-Logik. Sie sollen die Rechtfertigung einer Überzeugung unterminieren, indem sie dieser Überzeugung eine dubiose Genese nachweisen. Genealogischen Kritiken wirf traditionell vorgeworfen, einen genetischen Fehlschluss zu begehen. In jüngster Zeit erleben genealogische debunking-Argumente jedoch eine Renaissance, besonders in der Moralphilosophie, aber auch in anderen philosophischen Teildiziplinen wie etwa der Metaphysik. Vertreter solcher Argumente, etwa Richard Joyce, Sharon Street, Peter Singer und Joshua Greene, berufen sich auf empirische Annahmen über die Herkunft moralischer Urteile, um bestimmte moralische Doktrinen zu unterminieren. Ziel der Kolloquiums ist es, die Stärken und Schwächen von debunking-Argumenten aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.