Fiktion und Perspektivität (Berlin, 25-26 Oct 13)

Grüner Salon, Volksbühne Berlin, 25. – 26.10.2013

Fiktion und Perspektivität

Die illusionserzeugende Perspektive spielt für die visuelle Konstruktion fiktionaler Bildräume, z.B. in Film, Fotografie und Bildender Kunst, eine ganz wesentliche Rolle. Und auch für die Konstruktion fiktionaler Erzählungen sind narrative Perspektiven entscheidend. Dies führt zu der Frage, ob sich Fiktionen nicht ganz allgemein als perspektivische Konstruktionen verstehen lassen. Nun ist der Begriff der Perspektive ein recht vager Begriff, und selbst im eingeschränkten Kontext von Ästhetik und Kunsttheorie ist nicht ausgeschlossen, dass er für sehr Unterschiedliches steht. Was könnte es also überhaupt bedeuten, zu sagen, dass Fiktionen perspektivische Konstruktionen sind? Welche Modelle von Wahrnehmung, Erkenntnis, Affekt und Emotion müssen hinzugezogen werden, um das Verhältnis von Fiktion und Perspektivität zu klären? Und welche Rolle spielen Perspektivierungen und Fiktionalisierungen für unsere ästhetischen und nicht-ästhetischen Erfahrungen sowie Handlungen? Solche und ähnliche Fragen werden im Zentrum der Tagung stehen.

Freitag, 25. Oktober 2013

10.15-10.30 Einführung

10.30-11.30 Thomas Hilgers: Perspektive und Ästhetische Erfahrung

11.30-12.30 Michael Lüthy: Perspektiv-Inversion: Marcel Duchamps ‘Étant donnés’

14.00-15.00 Georg Witte: “Wir sind ein Unterschied”. Dostojewskijs Empathie-Experimente

15.00-16.00 Espen Hammer: Literature, Fiction, and the Real

16.30-17.30 Sabine Döring: Vom expressiven Handeln zum Gefühlsausdruck in der Kunst

17.30-18.30 Susanne Schmetkamp: You feel me?! Filmische Fiktion und Empathie als imaginative Perspektiveneinnahme

Samstag, 26. Oktober 2013

10.30-11.30 Sulgi Lie: Quasi-Körper. Fiktion und Metafiktion in der Filmkomödie

11.30-12.30 Eva Schürmann: Metaphern als Monaden. Paradoxien perspektivischen Darstellens

14.00-15.00 Tilo Wesche: Visionen und Fiktionen. Über politische Selbsttäuschungen

15.00-16.00 Gunnar Hindrichs: Hören-als. Musikphilosophische Anmerkungen

16.30-17.30 Gertrud Koch: Komik als fiktionalisierende Perspektive


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