In der heutigen Ausgabe der Süddeutschen findet sich ein Artikel von einem Christoph Grube, überschrieben “Der Bluff mit den Fußnoten-Phantom“, in dem behauptet wird, ich hätte falsch zitiert:

Ebenso ihre Tübinger Kollegin Sabine Döring in ihrem Aufsatz “Standhafte Krieger und sittenlose Verführer” im Raabe-Jahrbuch 2003.

Ich habe aber nie einen Aufsatz “Standhafte Krieger und sittenlose Verführer” geschrieben und auch nie irgendeinen Text im Raabe-Jahrbuch verfaßt. I
Im Grunde ein schönes Paradox, mit dem sich der Artikel selbst widerlegt: wer anderen falsche Zitationen vorwirft, sollte selbst genauer sein 😉

“Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Döring,

den Fehler im Artikel über Wissenschaftler, die aus nicht existierenden Werken zitieren, bedauern wir sehr und bitten Sie für die Verwechslung vielmals um Entschuldigung. Leider hat unser Mitarbeiter nicht akribisch genug recherchiert, und auch der Redaktion ging dieser beschämende Fauxpas durch die Lappen.

Eine Richtigstellung drucken wir in der Samstagsausgabe, mit der wir die meisten Leser erreichen. Auf sueddeutsche.de ist der Fehler bereits korrigiert.

Was wir aus dem peinlichen Vorgang mitnehmen, ist der feste Vorsatz, Texte künftig noch sorgfältiger zu prüfen.

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Verzeihung

Rudolf Neumaier

Süddeutsche Zeitung GmbH, Redakteur, Feuilleton”